Wichtigste Neuerungen

Diese Erläuterungen und Skizzen dienen dem besseren Verständnis des kommunalen Baurechts. Es kann davon kein Rechtsanspruch abgeleitet werden. Rechtsverbindlich ist der Wortlaut des Baureglements. Folgend werden die Messweisen genauer erläutert.

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1

Gesamthöhe

Die bisherige Firsthöhe heisst neu Gesamthöhe. Die Gesamthöhe bezeichnet den senkrechten Abstand zwischen dem Niveaupunkt und dem höchsten Punkt des Dachs.

2

Gebäudehöhe

Die Gebäudehöhe bezeichnet den senkrechten Abstand zwischen dem Niveaupunkt und dem ausgemittelten Schnittpunkt der Fassade mit der Dachoberkante in der Fassadenmitte.

3

Talseitige Fassadenhöhe

Die Fassadenhöhe bezeichnet den grössten Höhenunterschied zwischen der Dachoberkante und dem senkrecht darunterliegenden Punkt auf dem massgebenden Terrain der jeweiligen Fassade.

4

Gebäudelänge- und breite

Mit dem PBG ändert sich die Messweise der Gebäudelänge- und breite. Die Gebäudelänge bzw. -breite bezeichnet die längere bzw. kürzere Seite des kleinsten die Baute ohne Anbauten und Dachvorsprünge umhüllenden Rechtecks. Für Vorbauten wie Balkone etc. wird ein Zuschlag von max. 3m gewährt.

5

Baumassenziffer

Die bisherige Ausnützungsziffer wird abgeschafft. Die neue Nutzungsziffer ist die Baumassenziffer. Die Baumassenziffer ist vereinfacht erklärt der umbaute Raum, der über einer horizontalen Ebene durch den Gebäudeschwerpunkt liegt (blaues Volumen).

6

Dachraum

Der Dachraum bezeichnet den Raum zwischen der Gebäudehöhe und der Gesamthöhe, wobei ab der Gebäudehöhe oder entsprechender Fassade ein Winkelmass von 45° eingehalten werden muss. Innerhalb eines 1/3 des Fassadenabschnitts kann z.B. für die Realisierung von Dachaufbauten vom diesem 45° abgewichen werden. 

Weitere Neuerungen

Sondernutzungsplanpflicht

Neu werden im Zonenplan für einzelne Gebiete eine Sondernutzungsplanpflicht festgelegt. Die Gemeinde kann darüber hinaus Sondernutzungspläne überall dort erlassen, wo dies recht-, zweck- und verhältnismässig ist.

Einordnungsgebot

Die Gemeinde bezeichnet neu in konkret bezeichneten Gebieten Vorschriften zur Einordnung von Bauten und Anlagen in die Umgebung. Neben den im Zonenplan bezeichneten Gebieten mit Einordnungsgebot wird das Einordnungsgebot auch auf die Kernzone ausgeweitet, da hier aufgrund der Präsenz für sehr viele Menschen ein hohes öffentliches Interesse an einer guten Gesamtwirkung besteht. 

Hochwertige Gestaltung

Neu kann die Gemeinde Anreize für besonders hochwertige Gestaltung vorsehen. Die Anreize umfassen primär Abweichungen von der Regelbauweise. Diese können nur gewährt werden, wenn die Bauten und Anlagen besonders hochwertig gestaltet sind. Im Baureglement werden die Abweichungen gegenüber den Regelbaumassen definiert.